Der zehnte Tag ist angebrochen und es ist schon viel passiert. Die 24-h-Wanderung ist geschafft, eine richtige Dusche hatten wir auch schon, ein Feuer wurde gelöscht und die Mädels haben es den Burschen bei einem Nachtgeländespiel so richtig gezeigt. Nicht zu vergessen unseren gigantischen Hochbau, unsere gemütliche Latrine und unsere noble Waschund Duschstelle. Das Wetter ist wechselhaft, aber meist ziemlich heiß oder ein bomben Gewitter. An dem Hochbau haben wir 3 Tage lang gebaut. Mit viel Kraft, zittern und einer leichten Verletzung eines mutigen Explorers war er dann endlich fertig. Da wir bei der 24-h-Wanderung leider alle vom Regen überrascht wurden, war sie eindeutig erlebnisreich und erzählenswert.

Das SOLA aus der Sicht eines Huhns

Vor ein paar Tagen hat mich meine Bäuerin mit ein paar Kollegen aus der Menge gerissen und mit einem Käfig in den Stall mit Rädern gesetzt. Wie es dann irgendwann wieder aufhörte zu wackeln, wurden wir in einem neuen grünen glänzenden Stall rausgelassen. Es roch wunderbar und der Stall war riesig. Drumherum standen lauter Gestalten, die aussahen wie meine Bäuerin. Alle sind hineingestürzt und haben und hochgenommen und „fliegen“ lassen. Am Abend wurden wir immer in ein kleines Häuschen getrieben um uns vor unserem schlimmsten Feind zu schützen: dem Fuchs.

Die Hitze hat ein paar von uns geholt, aber die haben sich im kühlen Haus schnall wieder erholt. Am Wochenende hatten wir viele Gäste, wie zum Beispiel die Freunde und Freundinnen unserer Führer, Studienfreunde und geheime beste Freunde. Das Essen ist kulinarisch und abwechslungsreich: von Kaiserschmarren, über Frühlingsrollen, bis hin zu indischem Curry. Viel Essen ist wichtig für uns, da wir uns jeden Tag viel bewegen, zum Beispiel beim Orientierungslauf oder bei den olympischen Wasserspielen. Nicht zu vergessen unsere besonderen Gäste: die Lagerhühner, Hasen und Schafe, die unseren Lagerplatz in einen Bauernhof verwandelt haben.

Zusammengekuschelt mit meinen Freundinnen haben wir die Nacht gut überstanden. Am nächsten Tag wurden wir alle benannt, ich wurde nach der berühmten Henne Kokoschka benannt und die anderen hießen Gerti, El Polloloco, Daphne, Flash und Ginny Weasley. Mir gefällt meiner am besten und das hab ich anscheinend zu oft gesagt und deshalb haben sie mich ein bisschen gemobbt. Jeden Tag hat einer oder zwei von uns ein Ei gelegt und unsere Gastgeber waren immer sehr darüber entzückt! Ich habe die Zeit auf jeden Fall sehr genossen und freu mich auf ein Neues.